Donnerstag, 11. August 2011

Serientod deutscher Serien? Was tun?

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 So sehen das aber (leider) die Kunden/Käufer: Jetzt oder nie! #Yonen_Buzz #Manga Eine Pause von mehr als 3 Monaten = Serientod


Da frag ich mich selber ... WIE sollen deutsche Zeichner EINEN BAND pro Monat bzw in 3 Monaten fertigstellen. Derzeit ist die einzige Möglichkeit (!) als Zeichner in die Daisuki reinzukommen, um einen Serientod zu vermeiden.

Deutsche Zeichner studieren oder Arbeiten in einer Halbtags-/Ganztagschicht nebenbei und können nicht wie japanische Zeichner, welche auch in Deutschland veröffentlicht werden 24h pro Tag an den Sachen arbeiten.

Bezahlte Webcomics kann man derzeit noch vergessen. Da machen sehr viele noch einen großen Bogen drum. Vor allen wenn man eine breite Masse ansprechen möchte ist es aktuell noch nicht zu empfehlen. Anders als in den USA, muss sich der bezahlte Webcomic erst in Deutschland etablieren. Und das kann noch dauern.

Den ersten Versuch bezahlter Webcomics von deutschen Zeichnern startete Comicstars. Leider musste der Verlag recht schnell die Tore schließen. Schade an sich, da der Verlag hier die Möglichkeit hatte, durch regelmäßiges hochladen von Kapiteln einen Serientod vorzubeugen. Aber ich denke, dass aufgrund mangelndem Interesse, kaum bzw. wenig Abnehmer für die Webcomics gefunden werden konnten.

Nun versucht Carlsen sein Glück. Vorteil bei Carlsen ist, dass der Verlag nach und nach das ganze Programm als APP für iPhones etc. anbieten möchte.

Und kostenlose Webcomics... funktionieren nur bei einigen. Zudem ist es selten, dass man kostenlose Webcomics findet, welche später auch in gedruckter Version im Handel zu finden sein werden (TEN von Martina Peters als Bsp. zeigt, dass es auch funktionieren kann). Hier ist also die Möglichkeit für einen Verlag eine große Masse anszuprechen auch eingeschränkt und es kommt meist auf den Zeichner bzw. das Gengre an ob man damit Erfolg hat.

Also was tun?
Die beste Variante, bei der man viele Abnehmer finden konnte, find bzw. fand ich immer noch die Daisuki und die Banzei, da diese monatlich erschienen sind und dementsprechend, wie im japanischen Markt, die Serien lange liefen und das Interesse nicht so schnell verflogen ist, als wenn man gleich ein Einzelband rausbringt.

Man begleitet eine Serie in einem Mangazin meist mehrere Jahre ohne lästige Pausen.
Also an sich perfekt.

In Deutschland aber leider nicht umsetzbar. Einzig allein die Daisuki hat sich halten können. Damals gab es noch MangaPower, Mangatwister, Banzai ... leider aufgrund mangelnder Kaufzahlen und anderer Herausforderungen, mussten diese eingestellt werden.


Und Verlage haben keine Möglichkeit ohne wirkliche Abnehmer ein regelmäßiges Magazin mit japanischen als auch deutschen zeichnern zu veröffentlichen, solange keine finaziellen Mittel vorhanden sind und vor allem ... Abnehmer/Abonennten!

Fazit: weder Zeichner noch Verlage haben an diesen Punkt die Schuld. Und das Interesse deutscher Leser kann man nicht erzwingen.

Und genau das unterstreicht meine Frage, an Zeichner und Fans/Käufer?

Was soll man tun, damit eine deustche Serie KEIN Serientod droht.
Wer Ideen, Ansichten etc zu diesem Thema hat, kann gerne ein Kommentar hinterlassen :)

Sorry I´ll try to translate this Blog entry when I find a litte more time ;O;
I´m really sorry, please be patient with me ;_;

Kommentare:

  1. Also "Eine Pause von mehr als 3 Monaten = Serientod" finde ich sehr übertrieben. Personal Paradise z. B. erscheint ja auch nicht alle drei Monate und hat immer noch seine Leser. Bei Yonen Buzz ist es denke ich die SEHR lange Pause, die der Serie das Genick bricht :-(
    Andererseits kommt es wohl immer auch auf die Serie an. Ich arbeite im Buchhandel und hab eine Kundin, die ständig nach Band 3 von Killing Iago fragt und der lässt ja auch schon sehr lange auf sich warten. Vergessen hat sie die Reihe aber trotzdem nicht :-)

    Um jetzt auch noch die Frage zu beantworten: für mich wäre das wichtigste, dass eine Serie REGELMÄßIG erscheint und ich nicht nach jedem Band Angst haben muss, eine Ewigkeit zu warten. Ein Band pro Jahr ist da für mich zu verschmerzen, wenn ich mich drauf verlassen kann, dass auch wirklich jedes Jahr einer kommt.

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  2. Ich denke wir brauchen einfach ein neues Magazin!

    Aber ein günstiges!
    Klar waren Banzai und die anderen nicht unbezahlbar, aber trotzdem schreckte das noch viele ab, außerdem wirkten alle Formate so "edel" und als Reihe die man sammeln muss.
    (besonders die banzai mit ihrem "rückenbild")
    Deshalb haben sich viele gescheut, später einzusteigen, vor allem als Ausgabe 1 vergriffen war.

    Ich stelle mir eine eine richtige Zeitschrift vor, auf Zeitungspapier gedruckt, so wie die "COMIX", die nicht zum sammeln zwingt und um die 3 Euro kostet.
    Mit einem guten Layout und einem bekannten Verlag, könnte das meiner Meinung nach funktionieren.

    Ach ja!
    Ich bin auch der Meinung, dass man den Lesern in kürzeren Abständen etwas vorsetzen muss und das die deutschen Mangaka auf dauer wohl am besten durch so ein Magazin bei Stange bleiben können.
    Eine Ausgabe pro Monat halte ich für machbar.
    (also auch ein Kapitel pro monat zeichnen)

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  3. Also, ich warte geduldig auf einen neuen YB-Band...

    Abgesehen davon finde ich Stephans Idee mit dem Konzept der "COMIX" sehr gut. :)

    Ansonsten finde ich das Dilemma gut beschrieben. Mich hat auch neulich wieder ein "Laie" (nicht böse gemeint) gefragt, ob ich mein neues Projekt nicht einem Verlag vorstellen wollte. Aber ich glaube nicht, dass ich jetzt neben dem Studium und schon gar nicht später neben dem Referendariat was Gescheites in kurzer Zeit zustande kriege... :/
    Das Doofe ist ja, dass komplett fertig zeichnen und dann in Häppchen (Bänden) veröffentlichen für beide Seiten ein zu großes Risiko ist...

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  4. Die Verlage sind einfach viel zu eitel. Statt Mangas und COmics mit dem billigsten Papier zu verkaufen legen sie Wert auf möglichst hochwertiges Papier. Dabei haben Taschenbücher meistens keinen großen Sammelwert. Sowas wie Banzai würde immer noch funktionieren, wenn man billiges Papier benutzt und vllt sogar werbung hineinstopft. Das machts vllt optisch nicht mehr so ansehnlich, aber solange es dem Lesegenuss nicht schadet ist es doch egal.

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  5. Ich denke da genauso wie Stephan, die Zeitungen dürfen nicht zu teuer sein, wenn man bedenkt ein Manga kostet heutzutage schon bis zu 7,95€ das ist echt heftig, besonders werden die Gehälter/Taschengelder auch nicht größer.
    Daher denke ich das Billigeres Papier schon viel ausmachen würde. Ich lese und kaufe Mangas schon seit über 12 Jahren und muss sagen die Preise werden einfach zu viel und lassen auch mich weniger kaufen und lesen :-( Früher waren es ja schließlich noch 4,95€ also 3 gute Euro weniger! Und somit vergraulen die Preise Mangas aus Deutschland. Und dann noch dieses Animeprogramm, das sollte auch mal geändert werden!

    Bei 3 € für eine Zeitung wie (Daisuki, banzai, mangapower....) würde ich ehr zugreifen als für 5-7€

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  6. Papier macht echt nicht so einen großen Unterschied (und ja, ich muss es wissen)-
    Wenn es einen Sinn gemacht hätte die Papierqualität zu senken, hätten die Verlage dies getan um die Zeitschrift so zu retten. Die wollen ja auch Geld verdienen.
    Die Lizenz-rechte, Übersetzung, Marketing, Layout, Steuern, etc.. kostet eben auch Geld (und der Händler muss auch was daran verdienen- sonst hat es ja keinen Sinn sich die Bücher ins Regal zu stellen)
    Um die Preise dauerhaft zu senken müsste man die Auflagen erhöhen. Dies können die Verlage aber nicht, weil die Verkaufszahlen nicht hoch genug sind. So einfach ist das ^^.

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  7. ich persönlich hab die banzai nie gelesen, insofern weiß ich nicht wie die aufgebaut war, aber an der daisuki stört mich, dass carlsen als "manga magazin" angefangen hat und irgendwann immer mehr und immer mehr (halbseidene *hüstel*) "japan lifestyle infos" dazugekommen sind... wenn ich mir ein solches magazin angucken möchte, dann besorg ich mir auch ein dementsprechendes, aber sowas will ich persönlich nicht in einem "manga magazin" sehen. wie oben schon mal besprochen - mehr werbung rein, billigeres papier, mehr serien und alles für die gehabten 5 euro, dann funktioniert das schon. man muss nicht immer versuchen, mehr zu sein, als man eigentlich ist.

    mich stört das an sich nicht, dass deutsche serien nicht so oft erscheinen wie japanische.. aber im fall von Yonen Buzz muss ich auch zugeben, dass ich irgendwann einfach alle bände weiterverschenkt habe weil ich aufgegeben hab zu warten. selbes gilt leider auch für Domicile, da glaub ich auch nicht mehr an einen zweiten band. oder Independent #3 wird auch nie erschienen fürchte ich. :( ich hätt ja grundsätzlich überhaupt kein problem damit, wenn deutsche serien einmal pro jahr erscheinen aber der kunde braucht zumindest IRGENDEINE art von richtlinie - das, was einen kunden zu tode nervt, sind verlagsbedingte enlosverschiebungen ohne erklärung oder sonst irgendeinen piep und als händler ist man da genauso doof dran. *seufz*

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